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X-WR-CALNAME:ZDF - Wege aus der Finsternis - Europa im Mittelalter
X-WR-CALDESC:Keine Folge Wege aus der Finsternis - Europa im Mittelalter me
 hr verpassen? Mit calovo bekommst du alle Sendetermine automatisch und imm
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 it welchem Endgerät.
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SUMMARY:Wege aus der Finsternis - Europa im Mittelalter | Von Rittern und T
 urnieren
DESCRIPTION:Von Rittern und Turnieren\n\nDas Mittelalter ist Synonym für A
 berglaube und Rückständigkeit\, man denkt an Ritter\, Tod und Teufel\, a
 n Pesthauch und Inquisition.\n Aber das \"dunkle Zeitalter\" hat nicht nur
  Schatten-\, sondern auch Glanzseiten - das Mittelalter hat seinen schlech
 ten Ruf zu Unrecht. Mit all den Klischees über diese angeblich so dunkle 
 Epoche aufzuräumen\, ist das Ziel des Vierteilers \"Wege aus der Finstern
 is\".\n So gibt es auch das Mittelalter der gotischen Kathedralen und der 
 kultivierten Troubadoure\, in deren Minnedichtung die Liebe gleichsam erfu
 nden wurde. Schon im Mittelalter entwickelten sich modernes Denken\, Wisse
 nschaft und Technik. Der Scheck und das Girokonto wurden erfunden\, der mo
 derne Staat nahm erste Formen an\, die Erkundung der Welt und des Universu
 ms machten entscheidende Fortschritte. Historiker sprechen gleich vielfach
  von den \"Revolutionen des Mittelalters\": von der \"Geld - und Handelsre
 volution\"\, von der \"Agrar - und der Stadtrevolution\". Die Wurzeln Euro
 pas liegen im Mittelalter.\n Im Zeitalter der Burgen\, Klöster und Kathed
 ralen bildeten sich das christliche Abendland heraus und die westliche Ziv
 ilisation\, die die Welt der Mittelmeerantike endgültig hinter sich ließ
 . Der Europäer wurde im Mittelalter von \"ruheloser Energie beseelt\, die
  äußere Welt zu erforschen und ihre Bestimmung\, aber auch sich selbst\"
 \, befand schon im 19. Jahrhundert der große Kulturhistoriker Jacob Burck
 hardt. Neugierde und Erfolgshunger sind noch heute für Europa prägend un
 d unterscheiden es von den meisten anderen Kulturkreisen.\n Um unser Europ
 a zu verstehen\, muss man also das Mittelalter verstehen\, in dem der Aufb
 ruch in die Moderne begann. In vier Filmen wird der Zuschauer mitgenommen 
 durch die Lebenswelten des Mittelalters. Er erfährt\, was der Ritter Don 
 Pacheco\, der Mönch Edward\, der Gaukler Adam und der Kosmograf Heinrich 
 Schuder erlebt haben\, und begleitet sie auf ihren Reisen durch ganz Europ
 a: Don Pacheco\, Ritter ohne Land und Leute\, auf großer Tour für Ruhm u
 nd Ehre und für sein Seelenheil beim Kreuzzug gegen die letzten Heiden in
  Europa. Aber nicht nur die \"aventure\"\, die Lust auf Abenteuer und Turn
 iere\, sondern auch die \"minne\" - die Sehnsucht nach romantischer Liebe 
 -\, erfüllen die Träume eines Ritters.\n Edward\, der Mönch\, ist auf P
 ilgerreise durch Europa und auf der Suche nach einer wertvollen Handschrif
 t über den Lauf der Gestirne. Er lernt nicht nur auf arabische Weise rech
 nen\, sondern auch\, dass eine Sonnenfinsternis nicht den Weltuntergang be
 deutet. Er gerät in einen Ketzerprozess und wird\, den Kopf voller neuer 
 Ideen\, zu seinen schottischen Ordensbrüdern zurückkehren.\n Adam\, Gauk
 ler und Seiltänzer\, einer aus dem Volk der fahrenden Leute\, bringt etwa
 s Abwechslung in das Einerlei der Bauern und der Herren auf ihren Burgen. 
 Während seiner Reise durch die bäuerliche Lebenswelt erfährt der Zuscha
 uer\, dass es das Getreide und die Wind - und Wassermühlen waren\, die Eu
 ropa reicher als die übrige Welt gemacht haben.\n Heinrich Schuder\, Kosm
 ograf\, unterwegs in geheimer Mission zwischen Venedig\, Nürnberg\, Chart
 res und Lissabon\, lernt nicht nur das neue Geld - und Bankwesen kennen\, 
 er erforscht auch Maßnahmen gegen die Pest. Seine Wissbegier lässt ihn e
 rkunden\, wie Städte geplant und Kathedralen gebaut werden und wie der er
 ste Globus einer neuen Welt aussah.\n\n\n\n\nAnbieter-Impressum: https://c
 alovo.de/impressum\n\n\ncalovo Kalender entfernen? Anleitung: calovo.de/ka
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  Rittern und Turnieren
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SUMMARY:Wege aus der Finsternis - Europa im Mittelalter | Von Mönchen und 
 Ketzern
DESCRIPTION:Von Mönchen und Ketzern\n\nKeine Epoche Europas war so religi
 ös wie das Mittelalter. Ein Leben ohne Glauben an Gott war unvorstellbar\
 , außerhalb der Kirche gab es kein Heil.\n Das Christentum des Abendlande
 s ist nicht zuletzt das Werk der Mönche. Das Mittelalter hat viele berüh
 mte Mönche hervorgebracht\, die meisten aber blieben unbekannt. Einer von
  ihnen ist Edward aus dem Kloster St Andrews in Schottland.\n Er lebt nach
  der Regel \"ora et labora\"\, \"bete und arbeite\". Im Auftrag seines Abt
 es reist er nach Toledo und verbindet diese Reise mit einer Wallfahrt zum 
 Grab des Apostels Jakobus in Santiago de Compostela.\n Wallfahrten waren d
 ie Erlebnisreisen des Mittelalters. So wundert es nicht\, dass auf der Bes
 tsellerliste der Sachbücher der Codex Calixtus stand\, der erste Touriste
 nführer Europas. Er beschrieb die Pilgerrouten durch Frankreich und Spani
 en. Wallfahrten erwiesen sich auch als grandiose Geschäftsidee des Mittel
 alters. Denn die Pilger machten nicht nur der Kirche reiche Geschenke für
  ihr Seelenheil. Sie ließen ihr Geld auch in Schenken\, Hotels und Bordel
 len. An den Gräbern der Heiligen aber wurden sie von ihrer Sündenlast be
 freit.\n \"Bevor die Europäer selbst Fortschritte in den Wissenschaften m
 achen konnten\, mussten sie erst einmal von den Arabern alles lernen\, was
  zu lernen war.\" Sie lernten es in Toledo. Dort findet Edward\, wonach er
  sucht: ein wertvolles Buch für die Bibliothek seines Klosters. In Toledo
  lebten auch nach der katholischen Reconquista Araber und Juden. Sie macht
 en die Stadt zu einem Wissenschaftszentrum ersten Ranges. Gemeinsam mit Ch
 risten übersetzten sie Schriften aus der Antike\, die nur auf Arabisch un
 d Hebräisch überliefert waren\, ins Lateinische und machten sie so dem A
 bendland zugänglich. In Spanien rechnete man auch schon mit dem revolutio
 nären Dezimalsystem\, das die Araber von den Indern übernommen hatten un
 d in Europa einführten. Auf dem Heimweg von Toledo kommt Edward durch das
  Languedoc im Süden Frankreichs\, das Land der \"verruchten und perversen
  Häresie der Katharer\". Aus der Sicht Roms sind sie Ketzer. Aber ist es 
 so falsch\, was sie denken?\n Zum Bild des \"dunklen Mittelalters\" haben 
 die Scheiterhaufen der Inquisition beigetragen. Was nicht bekannt ist: Die
  Inquisitionsprozesse des 14. Jahrhunderts haben das moderne Rechtssystem 
 entscheidend beeinflusst. Denn nicht mehr \"Gottesbeweise\" entschieden ü
 ber Schuld oder Unschuld\, sondern ein Inquisitor ermittelte\, ehe er urte
 ilte. Zum neuen Gerichtsverfahren gehörte die Vereidigung der Angeklagten
 . Ebenso hatten die Angeklagten das Recht\, sich zu verteidigen und Widers
 pruch einzulegen. Deshalb hatte ein Schreiber alle Aussagen zu protokollie
 ren. Das hatte es zuvor noch nicht gegeben.\n Auch Edward gerät vor das I
 nquisitionstribunal\, denn man hat eine Katharer-Bibel bei ihm gefunden. I
 m letzten Moment wird er vom Vorwurf der Ketzerei freigesprochen. Nach üb
 er zwei Jahren kehrt er reicher an Gnaden und Wissen von seiner Pilgerreis
 e ins Kloster zurück. Er kann seinen Mitbrüdern vom Jakobsweg erzählen\
 , von Toledo und Carcassonne. Aber nicht alles wird er ihnen erzählen\, m
 anches ist nur für die Ohren seines Beichtvaters bestimmt. Und wie Anselm
  von Canterbury war er nun überzeugt davon\, dass nicht allein der Glaube
 \, sondern die Vernunft Richter sein müsse über alles\, was im Menschen 
 ist. Auch wenn die Kirche vieles für ketzerisch erklärte: Schon im Mitte
 lalter wurde vorgedacht\, was das moderne Europa mit Rationalismus\, Aufkl
 ärung und Materialismus in Verbindung bringt.\n\n\n\n\nAnbieter-Impressum
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  Mönchen und Ketzern
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SUMMARY:Wege aus der Finsternis - Europa im Mittelalter | Von Bauern und Ed
 elmännern
DESCRIPTION:Von Bauern und Edelmännern\n\nAlles\, was wir über das Mittel
 alter wissen\, wissen wir aus Büchern. Sie sagen uns\, was Kaiser und Kö
 nige\, was Ritter\, Bischöfe und Mönche\, was Bürger und Edelmänner ge
 tan und gedacht haben.\n Über die Bauern sagen die Bücher uns wenig. Sie
  konnten nicht lesen und nicht schreiben. Und wer schreiben und lesen konn
 te\, interessierte sich nicht für sie. So blieben die Bauern die stumme M
 ehrheit des Mittelalters.\n Adam\, ein Gaukler\, einer aus dem fahrenden V
 olk: Als Seiltänzer auf Bauern - und Fürstenhochzeiten schlägt er sich 
 durch. Und an Markttagen verdient er sein Geld im Handumdrehen\, wenn er f
 aule Zähne zieht und den grauen Star sticht.\n \"Bauernarbeit trägt die 
 Welt\"\, hieß es im Mittelalter. Über drei Viertel der Menschen waren Ba
 uern\, Leibeigene oder Tagelöhner\, die die Ritter und Geistlichen ernäh
 rten. \"Dafür lob ich den Bauersmann\, der alle Welt ernähren kann.\" Ab
 er Not machte auch erfinderisch. Um das Jahr 1000 begann eine Agrarrevolut
 ion\, die Europa von Grund auf veränderte und zu einer Bevölkerungsexplo
 sion sondergleichen führte.\n Meilensteine der Agrarrevolution waren der 
 Übergang zur Dreifelderwirtschaft und die Erfindung des Kummets. Lange Ze
 it waren die so langsamen wie schwerfälligen Ochsen die Traktoren des Mit
 telalters. Erst das Kummet machte es möglich\, Pferde vor den Pflug zu sp
 annen. Sie sind schneller\, wendiger und ausdauernder als Ochsen\; dies ze
 igt ein Wettpflügen\, das für den Film unter mittelalterlichen Bedingung
 en durchgeführt wurde. Mit Pferden konnte mehr Ackerland bearbeitet werde
 n. So wurde die Pferdestärke zur Einheit technischer Leistung schlechthin
 .\n Eine weitere Revolution auf dem Land: Europa ist Getreideland - statt 
 von Reis lebte man von Weizen\, Roggen und Hafer. Für Reis braucht man ke
 ine Mühlen\, Getreide aber muss man mahlen. Aus dem Einsatz von Wasser - 
 und Windenergie und der Mühlentechnologie erwuchs Europa schon im Mittela
 lter ein entscheidender Vorsprung in Richtung Industrialisierung. \"Eine M
 ühle ist stärker als 100 Männer\"\, hieß es. Bis zur Erfindung der Dam
 pfmaschine war die Wasserkraft der entscheidende Faktor der industriellen 
 Entwicklung.\n Auch ein anderes\, nicht gerade beliebtes Grundelement des 
 modernen Staates hat seine Wurzeln im Mittelalter: Aus dem berüchtigten Z
 ehnt und den Abgaben der Bauern an die Grundherren\, zu denen auch die Mar
 tinsgans und Ostereier gehörten\, entwickelte sich das moderne Steuerwese
 n. Die Steuerakten des Königreiches Aragon\, die sich in Barcelona erhalt
 en haben\, geben darüber Aufschluss: Mehrwertsteuer\, Einkommensteuer\, U
 msatzsteuer\; all das\, was uns heute so vertraut ist\, entwickelte sich s
 chon ab dem 13. Jahrhundert.\n Die Landleute führen ein hartes Leben. Abe
 r am meisten bedrückt sie\, dass ihnen das Land\, das sie bewirtschaften\
 , nicht gehört\, sondern den Herren. Nicht überall war das der Fall. In 
 der Schweiz zogen die Bauern den Hut nicht vor den Herren. Sie waren \"ein
  freies Volk auf freiem Grund\". Der Schwur auf der Rütliwiese - \"Wir wo
 llen sein ein einig Volk von Brüdern\" - ist ein geschichtsmächtiger Myt
 hos. Tatsache aber ist\, dass sich die Eidgenossen gegen die Habsburger Ri
 tter mit Mistgabeln und Dreschflegeln bewaffneten und ihnen nach Partisane
 nart am 9. Dezember 1315 in der Schlacht am Morgarten eine historische Nie
 derlage bereiteten. Aus der Eidgenossenschaft der Schweizer erwuchs der er
 ste Bundesstaat Europas mit einer demokratischen Verfassung.\n Adam\, der 
 Gaukler\, hat sich bei den Habsburgern als Pferdeknecht verdingt und ist s
 o Zeuge ihrer Niederlage geworden. Zum Knecht ist er nicht geboren. Und zu
 m Narren will er sich nicht machen. Aber auch er hat einmal Glück und fin
 det eine Gefährtin. Das ewige Vagabundenleben sind sie leid. Sie suchen i
 hre Zukunft in der Stadt und beherzigen so das mittelalterliche Sprichwort
  \"Landluft macht eigen\, Stadtluft macht frei.\" In der Stadt werden sie 
 \"nach Jahr und Tag\" nicht mehr ehrlos und rechtlos sein\, sondern als fr
 eie Bürger leben können.\n\n\n\n\nAnbieter-Impressum: https://calovo.de/
 impressum\n\n\ncalovo Kalender...
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SUMMARY:Wege aus der Finsternis - Europa im Mittelalter | Von Städten und 
 Kathedralen
DESCRIPTION:Von Städten und Kathedralen\n\nSeine Leidenschaft ist die Erku
 ndung und Beschreibung der Welt. Heinrich Schuder ist Kosmograf\, unterweg
 s in geheimer Mission.\n In Venedig soll er für die Stadt Nürnberg Seeka
 rten kopieren\, denn der Rat will zusammen mit den Portugiesen in den Indi
 enhandel einsteigen. Er soll aber auch herausfinden\, was es Neues gibt au
 f dem Rialto.\n Doch wissenschaftliche Neugier ist kein ungefährliches Un
 ternehmen. Die Welt des Mittelalters ist im revolutionären Umbruch: Groß
 städte schießen wie Pilze aus dem Boden\, der Fernhandel kommt auf Toure
 n\, die Seefahrt bricht zu neuen Kontinenten auf. Da braucht man Informati
 onen und Wissen. So erkundet Heinrich Schuder\, warum die venezianischen K
 aufleute kein Bargeld für ihre Geschäfte brauchen: Sie haben das Girokon
 to erfunden und den Wechsel.\n Es kommt nicht von ungefähr\, dass Bezeich
 nungen wie Girokonto\, Agio\, Disagio\, Saldo\, Storno\, Manko italienisch
  sind. Denn in Italien wurde der bargeldlose Zahlungsverkehr erfunden\, de
 r das Geschäftsleben und den internationalen Handel revolutionierte. Auch
  die doppelte Buchführung mit Soll und Haben\, ohne die unsere heutige Wi
 rtschaft so wenig vorstellbar wäre wie ohne Wechsel\, bei dem der Ausstel
 ler \"mit seinem guten Namen bezahlte\". Alle Grundzüge unseres heutigen 
 Geldverkehrs und des Bankwesens wurden bereits im Mittelalter entwickelt.\
 n Als Heinrich Schuder auf Erkundung in Venedig ist\, heißt es: \"So gesc
 hah es. Einer starb nach dem anderen\, und am Ende alle.\" Der Schwarze To
 d ging um. Auch wenn man die Ursache nicht kannte\, in Venedig wusste man 
 erste Abwehrmaßnahmen gegen die Pest zu treffen: Der Hafen wurde gesperrt
  und die Schiffsbesatzungen auf einer Insel in der Lagune erst einmal 40 T
 age lang isoliert - daher kommt der Begriff Quarantäne. Die Behörden lie
 ßen hygienische Brunnen für Trinkwasser bauen und richteten Pestkrankenh
 äuser auf abgelegenen Inseln ein.\n Heinrich Schuder gelingt es\, Venedig
  rechtzeitig zu verlassen. Auf dem Heimweg kommt er durch Freiburg. \"Will
 st du wissen\, wie eine Stadt wirklich aussieht\, steige auf ihren Turm.\"
  So hält er es\, und von der Kathedrale blickt er auf das Gewirr der Stra
 ßen und Gassen.\n Doch der Augenschein trügt\, denn die Städte des Mitt
 elalters waren alles andere als ungeplant und chaotisch gewachsen. Bahnbre
 chende Forschungen zeigen: Wie Freiburg wurden viele Städte von genialen 
 Stadtplanern auf dem Reißbrett entworfen. Dabei legten sie ihnen ein gehe
 imnisvolles Muster von Kreisen zugrunde. Zwischen 1035 und 1348 wurden in 
 Europa 3000 neue Städte gegründet. Die urbane und industrielle Revolutio
 n des Mittelalters wurde erst im 19. Jahrhundert von einer vergleichbaren 
 Umbruchbewegung abgelöst\, darüber ist sich die Forschung heute einig.\n
  Bis heute sind sie die Wahrzeichen vieler europäischen Städte: die geni
 alen Wunderwerke der gotischen Kathedralen. Nie zuvor in der Geschichte wu
 rde so hoch gebaut. Wie konnten die filigranen Wände aus Licht und Farbe 
 dem Druck der Steinmassen und des Windes standhalten? Baumeister in Reims 
 und Computerkonstruktionen zeigen\, welche genialen Erfindungen es möglic
 h machten\, Kathedralen lichter zu bauen als je zuvor.\n Heinrich Schuder 
 ist Spezialist für Kartographie\, für die maßstäbliche Abbildung der W
 elt auf Pergament. Aber ist die Erde nicht rund? Als er das geheime Karten
 material aus Venedig in Nürnberg abgibt\, sieht er im Ratssaal den ersten
  Globus\, den es je gab. Dass die Erde eine Kugel ist\, wusste man schon l
 ange. Aber weder die Hereford Map\, die größte und älteste Weltkarte\, 
 die sich erhalten hat\, noch der berühmte Katalanische Atlas nahmen davon
  Notiz. Erst 1484 schuf Martin Behaim in Nürnberg einen Globus. Es ist ei
 n Prototyp. Sein \"Erdapfel\" sollte in Serie für portugiesische Kapitän
 e gefertigt werden\, die aufbrachen\, um neue Welten zu erkunden.\n Martin
  Behaim arbeitet in der Seefahrerschule in Sagres an weiteren Globen. Hein
 rich Schuder überbringt ihm neuestes Kartenmaterial aus Nürnberg\, damit
  er weiße Flecken auf seinem Globus füllen kann. Er bereitet eine Expedi
 tion vor: Der...
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